Paketmarkt: Kundschaft profitiert von attraktiven Öffnungszeiten

Bern, 09.12.2009 - Bereits zum dritten Mal hat die Postregulationsbehörde (PostReg) die ver-schiedenen Paketdienste verglichen. Die Analyse deckt sich weitgehend mit den Ergebnissen des letzten Jahres: Wer seine Pakete mit A-Post verschicken will, findet bei privaten Anbietern teilweise günstigere Alternativen. Doch mit ihrem dichten Poststellennetz besitzt die Schweizerische Post einen strategischen Vorteil gegenüber den privaten Postanbietern.

Seit der Paketmarkt in der Schweiz 2004 vollständig liberalisiert worden ist, bieten verschiedene Postunternehmen ihrer Kundschaft einen spezifischen Paketservice an. Neben der Schweizerischen Post verfügen sowohl die beiden Postfirmen DHL Express Schweiz AG (DHL) und DPD Schweiz AG (DPD) über ein schweizweites Verteilnetz.

 

PostReg hat - im Hinblick auf den bevorstehenden Weihnachtspäckliversand - die Tarife und die dazugehörigen Angebote der drei grössten Paketanbieter verglichen. Und stiess dabei auf interessante Ergebnisse: 

 

Wer beispielsweise ein Paket, das so gross und schwer ist wie ein Handyset, mit A-Post verschickt, zahlt bei der Schweizerischen Post mit 8 Franken am meisten. Bei DPD kostet das gleiche Paket 7.80 Franken, bei DHL 7.50. Ähnlich verhält es sich für grössere und schwerere Pakete mit einem Inhalt von beispielsweise drei Weinflaschen: Mit 10 Franken ist die Schweizer Post die teuerste Anbieterin - sowohl bei DHL wie auch bei DPD bezahlt man für den Versand 50 Rappen weniger. Für ein mittelschweres Paket - etwa ein zwei Kilogramm schweres Buch -, verlangt DHL hingegen den höchsten Preis: 9.50 Franken; das sind 1.50 Franken mehr als die Schweizerische Post. DPD ist in diesem Fall mit 7.80 Franken am günstigsten.

 

Wer sein Paket mit B-Post verschickt und damit in Kauf nimmt, dass es erst am

übernächsten Tag beim Empfänger eintrifft, muss sich für die Schweizerische Post entscheiden. Sie allein bietet diesen im Vergleich günstigen Service an. Sowohl ein Handy-Paket wie auch das Buch kosten in diesem Fall 6, die drei Weinflaschen 8 Franken. 

 

Die Auswertung von PostReg zeigt klar: Die Konsumenten haben im liberalisierten Paketmarkt die Möglichkeit, von verschiedenen Angeboten zu profitieren. Doch obwohl private Postanbieter teilweise günstigere Konditionen anbieten, orientieren sich die meisten Konsumentinnen und Konsumenten nach wie vor an der Schweizerischen Post. Es zeigt sich, dass das dichte Postellennetz der Post – schweizweit sind es ca. 2500 Poststellen – ein immenser Standortvorteil gegenüber privaten Anbietern ist. DPD verfügt über rund 65 Annahmestellen (allesamt in Papeterien); DHL nimmt Pakete in ca. 200 Annahmestellen entgegen.

 

Zudem stellt PostReg fest, dass sämtliche Postanbieter generell kundenfreundlicher geworden sind: Vereinzelte Postfilialen der Schweizerischen Post sind beispielsweise auch am Wochenende bis spät abends geöffnet; dies trifft auch bei einigen Annahmestellen von DHL und DPD zu.

Adresse für Rückfragen

Sibylle Stillhart, PostReg: 031 325 79 80

Postregulationsbehörde PostReg
Monbijoustrasse 51A
3003 Bern
Tel.: +41 31 322 50 94

Herausgeber

Eidgenössische Postkommission PostCom
http://www.postcom.admin.ch/de/



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Letztes Update: 03.01.2022