Paketmarkt: Private Postunternehmen bieten die günstigeren Konditionen

Bern, 29.11.2011 - Die Postregulationsbehörde (PostReg) hat dieses Jahr erneut verschiedene Paketdienstleister miteinander verglichen. Wer sein Paket schnellst möglich verschicken möchte, findet bei einem privaten Postunternehmen das günstigste Angebot. Im Auge behalten muss der Konsument allerdings die Verzollungspreise, wenn er im Ausland Ware bestellt.

Im Hinblick auf den bevorstehenden Weihnachtspäckliversand hat die Postregulationsbehörde (PostReg) die unterschiedlichen Tarife und Angebote verschiedener Paketdienstleister miteinander verglichen. Mit folgendem Resultat:

Wer sein Paket schon am nächsten Tag beim Adressaten wissen will, zahlt bei DPD mit 7.80 Franken am wenigsten – und zwar egal, ob es sich beim Paket um die Grösse eines Handy-Sets, eines gebundenen Buchs oder drei Flaschen Olivenöl handelt. Für den gleichen Service zahlt man bei DHL 10.50 Franken. Bei der Schweizerischen Post gibt es je nach Grösse und Gewicht des Pakets Unterschiede: So zahlt man für das Versenden des Handy-Sets (500 Gramm) oder des gebundenen Buchs (1,8 Kilogramm) 9 Franken; ein Paket mit drei Flaschen Olivenöl (3,7 Kilogramm) kostet hingegen 11 Franken. Die Angebote der anderen Postunternehmen bewegen sich alle auf einem höheren Preisniveau. Im Vergleich zum Vorjahr haben die meisten Anbieter ihre Preise nicht erhöht.

Wer sein Paket so verschickt, dass es erst am übernächsten Tag eintrifft, findet bei der Schweizerischen Post das günstigste Angebot: Für das Handy-Paket oder das Buch zahlt der Kunde 7 Franken; drei Flaschen Olivenöl kosten 9 Franken. Falls der Kunde die Briefmarke online – als sogenannte WebStamp – ausdruckt, bezahlt er für diesen Service einen weiteren Franken weniger.

Die Schweizerische Post verfügt – und das ist der wesentliche Wettbewerbsvorteil – mit ihren rund 2300 Annahmestellen über das dichteste Vertriebsnetz. DHL zählt 220 Annahmestellen zu ihrem Service; DPD 62. Allerdings zeigt die Auswertung von PostReg zudem, dass private Anbieter ihren Kunden vermehrt alternative Dienstleistungen zur Verfügung stellen: Beispielsweise holen sie Pakete direkt beim Absender ab, sie versichern die Ware oder bieten mehrere Zusatzleistungen – dazu gehört etwa kostenlos die Zustellung gegen Unterschrift oder die eigenhändige Zustellung. Der Schweizerische Paketmarkt ist seit 2004 liberalisiert; seither buhlen neben der Schweizerischen Post diverse private Postunternehmen um die Gunst der Kunden.

Achtung bei den Verzollungspreisen!

PostReg hat zudem einige Verzollungspreise analysiert. Dabei untersuchte die Behörde importierte Pakete vom EU-Raum in die Schweiz, deren Verzollungspreise dem Endkunden in der Schweiz angerechnet werden.

Für beispielsweise ein Paket mit Textilien und Sportartikeln im Wert von 180 Euro verlangt die Schweizerische Post einen Verzollungspreis von 18 Franken. Der private Paketdienstleistungsanbieter FedEx verlangt für dasselbe Paket 19 Franken; bei DHL und UPS sind es 19.50 Franken. Sowohl für ein Bücher-Paket im Wert von 55 Euro als auch ein Paket mit DVDs für 45 Euro verlangen weder die Post, DHL noch UPS Verzollungspreise. Bei Fedex beläuft sich bei der ersten dieser zwei Paketkategorien der Preis auf 19 Franken. Bei den anderen Konzessionären ist das Verzollungspreisniveau für die untersuchten Pakete deutlich höher.

Auch wenn Konsumenten von mehreren Angeboten verschiedener Postunternehmen Gebrauch machen können, ist es ratsam, im Vorfeld beim jeweiligen Anbieter abzuklären, wie hoch die Verzollungskosten nach der Zollabfertigung tatsächlich sind.

Adresse für Rückfragen

Eidgenössische Postkommission PostCom
Monbijoustrasse 51A
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Tel.: +41 58 462 50 94

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Eidgenössische Postkommission PostCom
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Letztes Update: 21.01.2022